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Durch digitale Produktdaten mit der Transformation beginnen – Herausforderungen kompetent bewältigen

von | Mai 17, 2022 | PDM - Produktdatenmanagement, Unternehmen

Die digitale Transformation (auch „digitaler Wandel“) bezeichnet einen fortlaufenden, tiefgreifenden Veränderungsprozess in Wirtschaft und Gesellschaft, der durch die Entstehung immer leistungsfähigerer digitaler Techniken und Technologien ausgelöst worden ist. Im engeren Sinne wird als digitale Transformation häufig der durch digitale Technologien oder darauf beruhenden Kundenerwartungen ausgelöste Veränderungsprozess innerhalb eines Unternehmens bezeichnet.

Die Bedeutung der digitalen Transformation ist in aller Munde. Sie wird jedoch insbesondere von mittelständischen Unternehmen oft noch viel zu zögerlich umgesetzt. Schon seit 2019 gibt es deshalb deutschlandweit von der Bundesregierung finanzierte regionale Zukunftszentren, die bei der Mitarbeiterschulung helfen sollen. Doch das eigentliche Problem liegt in vielen Fällen vorgelagert: Es mangelt am Verständnis für den richtigen Startpunkt. Die Transformation beginnt mit dem digitalen Produktdatenmanagement (PDM). Hierfür sind allerdings zuerst einige Anfangsschwierigkeiten zu adressieren.

Die Startschwierigkeiten auf einen Blick:

  • Die Softwarebasis ist vielerorts noch veraltet.
  • Unternehmen fürchten die Abonnement-Falle.
  • die Komplexität der Lösungen überfordern oft.
  • Es mangelt an Verständnis dafür, dass Fehler durch ein mangelhaftes oder nicht vorhandenes PDM beginnen.

Die erste Herausforderung: Die Softwarebasis ist vielerorts veraltet

Kleine und mittelständische Unternehmen bewerten Investitionen aus verständlichen Gründen kaufmännisch. Sie erwarten, dass sich Ausgaben schnell rentieren. Diese Sicht hat allerdings eine Schwäche: Funktioniert etwas, gibt es nach dieser Logik kein Argument dafür, etwas zu ändern. Dies führt dazu, dass zahlreiche KMUs noch immer mit veralteten Betriebssystemen agieren, deshalb auch auf eine in die Jahre gekommene CAD-Software vertrauen und oft überhaupt kein digitales PDM betreiben. Dadurch bleibt ebenfalls die Prozessorientierung auf der Strecke. Dies meint, dass es keine Kopplung der unterschiedlichen Systeme untereinander gibt. Es existiert beispielsweise keine Enterprise Ressource Planning (ERP)-Software mit dem die Daten im PDM zusammenlaufen können.

Die zweite Herausforderung: Unternehmen fürchten die Abonnement-Falle

Möglicherweise wirken die Beschreibungen des ersten Punktes durchaus vertraut auf Sie und Sie haben bereits versucht, diesen entgegenzuwirken. Dabei sind sie allerdings auf die zweite Startschwierigkeit gestoßen: Viele Lösungen, die zur Umsetzung der digitalen Transformation geeignet sind, funktionieren als Abonnement. Entscheiden Sie sich für die entsprechenden Angebote, müssten Sie sich zu einer wiederkehrenden Ausgabe verpflichten an der das gesamte Nutzungsrecht hängt.

GAIN Software GmbH bietet diesbezüglich die altbekannte Alternative: Ihre Firma kann bei uns Lizenzen kaufen und sich über die gängige Software-Wartung die Möglichkeit erhalten, jederzeit Updates zu beziehen. Wir beraten Sie diesbezüglich gerne für Ihren individuellen Anwendungsfall.

Die dritte Herausforderung: Das Marketing und die Komplexität der Lösungen überfordern oft

Vermutlich haben Sie Begriffe wie „Industrie 4.0“ oder „Digitalisierung“ öfter gehört und gelesen als Sie zählen können. Sie sind durch das Marketing ein Stück weit zu inhaltsleeren Buzzwords mutiert. Entsprechend vermitteln die Begriffe nicht den Mehrwert, den die dahinterstehenden Systeme und Konzepte für Ihr Unternehmen bedeuten. Dieses Problem verschlimmert sich in vielen Fällen noch, wenn Sie sich dennoch informieren, weil Sie wissen, dass die Digitalisierung ein alternativloser Prozess ist. Die Komplexität der angebotenen Anwendungen ist sehr hoch und verlangt eine große Expertise, um sie wirklich vollständig zu erfassen. Eigentlich müssten die Anbieter ihre Produkte deshalb in möglichst einfachen Worten erklären, doch auch dies geschieht oft nicht.

Wir stellen diesen Beitrag deshalb bewusst unter das Thema digitales PDM als Startpunkt der Transformation. Sie sollen einen klaren Prozess in Ihrer Firma zuordnen können. Zudem empfehlen wir Unternehmen die Umsetzung kleiner Schritte. Sie sollten dort beginnen, wo der größte Kosten-Nutzen-Effekt für Ihr Haus liegt. Auch deshalb beginnen wir mit diesem Beitrag am Anfang der Transformation.

Die vierte Herausforderung: Es mangelt an Verständnis dafür, dass Fehler durch ein mangelhaftes PDM beginnen

Wenn Sie den zweiten Abschnitt des vorigen Punktes gelesen haben, stellen Sie sich möglicherweise die berechtigte Frage: Steht das digitale Produktdatenmanagement tatsächlich der Anfang der Transformation? Hierfür ein Beispiel: Fehler in der Fertigung können durch fehlerhafte und veraltete Dokumente entstehen. Sind diese nicht digitalisiert, fällt dies überhaupt nicht auf oder die Suche dauert sehr lange. Um diesen Punkt zu generalisieren: Alles, was ein Unternehmen tut, basiert auf seinen Daten. Diese sollten deshalb in der bestmöglichen Form abruf- und analysierbar sein. Die Transformation startet deshalb mit dem digitalen PDM.

Fazit: Ein (schmerzhaftes) Umdenken ist erforderlich, aber lohnt sich

Eine letzte Herausforderung sei im Rahmen des Fazits angesprochen: Der Umgang mit Daten beruht in allen Unternehmen auf eingespielten Verfahren, die oft durch langjährige Erfahrungen entstanden sind. Eine Digitalisierung des PDM verlangt deshalb ein erhebliches und durchaus schmerzhaftes Umdenken sowie eine ebensolche Umstellung von allen betroffenen Mitarbeitern. Dies löst Widerstände aus. Der Schritt sollte trotzdem gegangen werden, da die Vorteile deutlich überwiegen. Schnell hilft das neue PDM beispielsweise dabei, die firmeneigenen Workflows zu verstehen und zu optimieren.

Mehr erfahren Sie unter dem Link für die Regionalen Zukunftszentren: https://www.bmas.de/DE/Arbeit/Digitalisierung-der-Arbeitswelt/Austausch-mit-der-betrieblichen-Praxis/Zukunftszentren/zukunftszentren.html