Seite wählen

Produktdatenmanagement (PDM): Eigenschaften, Aufgaben und Systeme

von | Jan 5, 2022 | PDM - Produktdatenmanagement

Das PDM (Produktdatenmanagement) bezeichnet den Software-Einsatz zur Verwaltung von Produktdaten in einem zentralen System. Zu diesen Daten gehören auch prozessbezogene Informationen, die von CAD-Daten über Fertigungsanweisungen bis zu Hinweisen und Dokumenten reichen können. Zur effizienten Durchführung von PDM-Aufgaben gibt es PDM-Systeme. Diese sind idealerweise für mehrere Anwendungen geeignet und für alle berechtigten Mitarbeiter eines Unternehmens zugänglich. Mit der Auswahl einer geeigneten PDM-Software wie GAIN Collaboration bieten Sie Ihrem Unternehmen eine solide Basis zur Verwaltung der Produktdaten.

Überblick und Definition des Produktdatenmanagements

Gemäß der Definition der VDI-Richtlinie 2219 handelt es sich beim PDM um eine konsistente Verwaltung, Speicherung sowie Bereitstellung von Informationen über sämtliche Produkte sowie die entsprechenden Entstehungsprozesse.

Das Produktdatenmanagement lässt sich als Voraussetzung und Komponente im PLM (Product Lifecycle Managements) verstehen. Sein Aufgabenbereich sind sämtliche im Rahmen eines Produktlebenszyklus anfallenden produktbezogenen Daten. In diesem Sinne handelt es sich um die vollumfängliche Verwaltung sämtlicher Informationen, die anfallen bei der Entwicklung neuer Produkte oder der Aktualisierung bereits vorhandener Produkte.

Produktdatenmanagement (PDM) besitzt eine zentrale Rolle im PLM und befasst sich mit der Verwaltung sämtlicher im Produktlebenszyklus anfallenden produktbezogenen Daten. Weiterhin geht es im Produktdatenmanagement um die Bereitstellung sowie Verteilung dieser Informationen in sämtlichen nachgelagerten Phasen.

Im Produktdatenmanagement kommt Software zum Einsatz, die zur zentralen Verwaltung der Produktdaten sowie der prozessbezogenen Informationen in einem System beiträgt. Bei diesen Informationen kann es sich um Daten, Modelle, Teileinformationen, CAD-Daten, Fertigungsanweisungen sowie Dokumente handeln.

Beim PDM kommen typischerweise spezielle PDM-Systeme zum Einsatz. Diese sind idealerweise für mehrere Anwendungen sowie die Teams in einer Firma zugänglich und bieten eine Unterstützung für unternehmensbezogene Herausforderungen. Mit der Auswahl einer leistungsstarken PDM-Software schaffen Sie ein wertvolles Fundament, das sich jederzeit zu einer vollständigen PLM-Plattform ausbauen lässt.

Produktdatenmanagement und seine vielseitigen Aufgaben

Das Produktdatenmanagement bleibt nicht auf die reine Erfassung sowie Bereitstellung der Produktdaten reduziert. Die Aufgabe erstreckt sich auf zahlreiche weitere Aufgabenbereiche, die auf eine zuverlässige Produktdatenquelle angewiesen sind. Dazu gehört etwa das Produktstrukturmanagement, das mit Informationen zur Zusammensetzung der Produkte (Einzelteile und Baugruppen) und Stücklisten (etwa Mengen- und Fertigungsstücklisten) arbeitet.

Weiterhin gehört das Konfigurations- und Variantenmanagement dazu. Darin geht es um die Verwaltung verschiedener Produktausprägungen (auch unter Nutzung von Gültigkeitsprüfungen).

Ebenso ist das Änderungsmanagement Gegenstand des PDM. Das Änderungsmanagement sorgt für eine Nachvollziehbarkeit technischer Modifikationen während des gesamten Produktlebenszyklusses. Auch Sachmerkmal-Leisten zur Dokumentation und Klassifizierung der Gegenstände (etwa für die Wiederverwendung) gehören zum Produktdatenmanagement.

PDM-Systeme und ihre Funktionsweise

PDM ist heute weitgehend gesteuert durch ein spezialisiertes PDM-System. Das PDM-System steuert einen Teil des Produktentstehungsprozesses. Die Steuerungsaufgabe ähnelt der eines ERP-Systems, doch setzt es an anderer Stelle an und fokussiert sich auf die Aufgabenbereiche Entwurf und Konstruktion. Im Rahmen dessen speichert und verwaltet es verschiedenartige Informationen, darunter beispielsweise Stammdaten, Konstruktionsbezeichnungen, CAD-Modelle oder Stammdaten. Ein PDM-System verfügt über zahlreiche Schnittstellen zu anderen Tools, beispielsweise zu ERP-Systemen. PDM-Systeme stellen in dieser Aufgabe eine Integrationsplattform für unterschiedliche Erzeugersysteme zur Verfügung und bilden eine Komponente in der IT-Gesamtinfrastruktur des Unternehmens. Mit anderen IT-Systemen müssen PDM-Systeme kommunizieren sowie mit diesen abgeglichen werden.

Stellenwert des PDM im PLM

Ein zentrales Ziel des Produktdatenmanagements besteht in der Reduktion von Zeit sowie Kosten, die im Zuge der Produktentwicklung anstehen. Gleichermaßen wird das Ziel verfolgt, die Qualität in der Produktentwicklung zu steigern. In diesem Sinne lassen sich PDM-Systeme verstehen als Baustein des Product Lifecycle Managements. Dies ist ein strategischer und prozessorientierter Ansatz, der der Produktivitätssteigerung im Unternehmen dient. Zur Erreichung dieses übergeordneten Ziels, ist es wichtig, dass alle relevanten Prozesse des Produktlebenszyklus einer ständigen Analyse und kontinuierlichen Verbesserung unterliegen. Die wichtigsten Systeme und Tools des PLM basieren auf PDM. Ein PLM-System ist entsprechend ohne zugrunde liegendes PDM kaum realisierbar. Da PDM bereits in der Produktentstehung ansetzt und bis in die Phase des Vertriebs reicht, liegt hier der größte Teil der Wertschöpfung, speziell für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Vorteile und Stärken eines PDM-Systems

Die Funktionalität eines PDM-Systems ist für die Verwaltung der Produktionsdaten mit mehreren Vorteilen verbunden. Dazu gehören:

  • Schnelle und zentrale Verwaltung der Produktionsdaten
  • Bereitstellung und Zugriff aller Berechtigten auf diese Produktionsdaten
  • Vermeidung von Duplikaten oder einer langwierigen Suche nach Daten
  • Optimierte Auffindbarkeit der Informationen
  • Beschleunigung der Prozesse und damit Optimierung der Produktivität

Die zentrale Verwaltung der Daten trägt dazu bei, Daten jederzeit griffbereit zu haben. Dopplungen oder Streuungen der Dokumente lassen sich vermeiden. Die Prozesse lassen sich beschleunigen, da sämtliche produktionsrelevanten Informationen durch die zentrale Verwaltung schneller abgerufen werden können. Durch eine Beschleunigung der Prozesse ist gewährleistet, dass die Produktivität steigt, womit mittel- und langfristig ein Wettbewerbsvorteil entsteht. Mittels durchdachter PDM-Systeme lassen sich sämtliche Prozesse der Teamarbeit entlang des Produktlebenszyklus erleichtern, da sich alle wesentlichen Informationen jederzeit durch berechtigtes Personal abrufen lassen.

GAIN Collaboration unterstützt Sie in allen Fragen rund um PDM. Mit einer intuitiven Bedienung sowie umfassenden und flexiblen Schnittstellen erhalten Sie ein leistungsstarkes und erweiterbares PDM-System. GAIN Collaboration lässt sich in Ihre bereits vorhandene Infrastruktur integrieren und bietet gleichermaßen beste Voraussetzung zur Verwaltung Ihrer Produktdaten. In Fragen rund um GAIN Collaboration, das System, seine Module und Schnittstellen stehen Ihnen unsere Experten jederzeit gerne als kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.