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PDM – Was ist das überhaupt und wo wird es eingesetzt?

von | Jan 5, 2022 | PDM - Produktdatenmanagement

Der Begriff des Produktdatenmanagements, kurz PDM, ist ein Begriff, welcher sich bereits seit der Mitte der 80er Jahre etablieren konnte. Dennoch gab es im Zuge der Begriffsdefinition einige Unschärfen und einige Randbereiche, welche oftmals eigene Bezeichnungen aufwiesen. Doch mittlerweile ist der Begriff etabliert, sodass es sinnvoll ist, sich mit dem Produktdatenmanagement und seinen Einsatzbereichen genauer auseinander zu setzen.

Das Produktdatenmanagement und seine Einsatzbereiche

Damit Produkte in einem Unternehmen entwickelt werden können, müssen die notwendigen Daten für diese Produktion erst einmal entwickelt werden und dann bereitstehen. Das klingt bei einfachen Produktionsabläufen noch gut zu managen, doch viele Unternehmen produzieren und entwickeln eine Vielzahl an verschiedenen Produkten an unterschiedlichen Standorten. Ein gutes Produktdatenmanagement präsentiert sich als Rückgrat der gesamten Produktion und Produktentwicklung. Die Software kann dabei an allen Standorten des Unternehmens den Umgang mit den verschiedenen Produktdaten regeln und deren Management erleichtern. Durch die klare Definition von Prozessen und Abläufen innerhalb der Software kann das PDM diese Prozesse reproduzierbar machen. Es ist also möglich durch das PDM beispielsweise Produktionsprozesse am Standort A zu definieren und zu optimieren und diese dann am Standort B ohne Schwierigkeiten zu reproduzieren. Die Daten sind dabei jederzeit abrufbar, revisionssicher und stehen über ein zentrales System bereit. Basierend auf dem PDM können weitere Bereiche wie das Product Lifecycle Management (PLM) angeschlossen werden.

PDM im PLM

Die richtige PDM-Software wählen und profitieren

Durch die Auswahl der richtigen und für das eigene Unternehmen passenden Software können Unternehmen sicherstellen, dass das Produktdatenmanagement nicht nur immer auf dem neuesten Stand bleibt, sondern dass auch ausreichend Schnittstellen vorhanden sind, um diese Daten in alle verwendeten Systeme einzubringen und diese somit flexibel zu nutzen. Unternehmen müssen sich also vor allem anhand der Produkteigenschaften für eine Softwarelösung entscheiden. Wichtige Kriterien bei der Auswahl einer solchen Lösung sind:

  • Eine individualisierbare und einfach zu bedienende Benutzeroberfläche
  • Intuitive Arbeitsvorgänge und somit geringer Schulungsbedarf
  • Starke Anwenderorientierung und gute Integration in alle gängigen Systeme
  • Optimierbarer Workflow in den verschiedenen Arbeitsumgebungen
  • Direkte Anbindung an Fremdsysteme über passende Schnittstellen
  • Im Optimalfall mehrsprachig aufgebaut für die internationale Nutzung
  • Direkte Anbindung an das PLM für einen optimalen Workflow in allen Entwicklungs- und Produktionsbereichen
  • Hohe Sicherheitsstandards
  • Sicheres Revisionsmanagement nach DIN EN 9001

Kann eine PDM-Software all diese Anforderungen erfüllen und passt sie in ihrem Aufbau und in ihrer Funktionalität zum Unternehmen und der entsprechenden Branche, kann die Integration dieser Lösung vorgenommen werden. Wichtig ist hierbei vor allem die große Bandbreite an Schnittstellen und die gute Integration in die genutzten Softwarepakete, um den Übergang so einfach wie nur möglich zu gestalten. Zudem sollte im Zuge der PDM-Integration direkt an das PLM gedacht werden, um die Umstellung so sinnvoll und effektiv wie nur möglich zu gestalten. So profitieren Unternehmen besonders nachhaltig von einem guten Produktdatenmanagement und können diese Daten noch effizienter nutzen.

PDM und PLM – logische Schritte und ein konsistenter Aufbau

Zu einem guten Produktdatenmanagement gehört auch ein gut funktionierendes Product Lifecycle Management (PLM-Prozess). So ist es mehr als nur logisch, dass bereits in der Mitte der 80er Jahre die ersten PDM-Lösungen entwickelt wurden, da der Bedarf mit der Entwicklung der Computer und deren Einbindung in Produktionsprozesse deutlich anstieg. Das Produktdatenmanagement begann vor allem in Unternehmen, welche mit CAD-Systemen arbeiteten, besonders stark aufzublühen und sich zu entwickeln. Doch im Zuge der immer weiter um sich greifenden Digitalisierung und der somit auch immer größer werdenden Datenmengen in vielen Branchen erreichten PDM und PLM gemeinsam immer neue Unternehmen und Zielgruppen.

Fazit: Ein professionelles Produktdatenmanagement ist in vielen Bereichen unverzichtbar

Immer mehr Unternehmen stellen fest, dass ein leistungsstarkes und an den Betrieb angepasstes PDM auf Basis der richtigen Software erhebliche Vorteile mit sich bringt. Vor allem dann, wenn auch das Product Lifecycle Management (PLM) auf diesen Daten aufbauen soll. Greifen die verschiedenen Ebenen perfekt und harmonisch ineinander, entstehen wirtschaftliche Vorteile, die einen erheblichen Vorsprung vor der Konkurrenz bedeuten können. Da die Basis für diesen Erfolg durch das PDM bestimmt wird, müssen Unternehmen zwingend in diesen Bereichen besonders nachhaltig und geplant agieren. Die Auswahl der richtigen Software mit den passenden Schnittstellen ist hier einer der entscheidendsten Faktoren.